

Das Förderprogramm Ziel 3 Sachsen-Tschechien startet
Ende Juli startet das Programm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2007 – 2013 mit der Freischaltung der Anträge."Für ideenreiche grenzübergreifende Projekte, die dem Zusammenhalt in den Regionen beiderseits der Grenze dienen, können jetzt Anträge für dieses neue binationale Programm der Europäischen Union gestellt werden", gaben der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk, und der tschechische Minister für Regionalentwicklung, Jiří Čunek, bekannt. Unter dem Motto „Ahoj sousede. Hallo Nachbar.“ fördert Ziel 3/Cíl 3 die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenarbeit und ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zwischen Sachsen und Tschechien.Ab Ende Juli steht das Antragsformular auf finanzielle Förderung grenzübergreifender Projekte aus dem Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) zur Verfügung. Interessenten können den Projektantrag online bearbeiten und elektronisch an das Gemeinsame Technische Sekretariat (GTS) senden, das in der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) angesiedelt ist. Die deutschen und tschechischen Mitarbeiter des GTS bearbeiten und prüfen die eingereichten Anträge auf Einhaltung der fachlichen und inhaltlichen Fördervoraussetzungen in Zusammenarbeit mit nationalen deutschen und tschechischen Experten. Der Begleitausschuss, ein binationales Gremium, entscheidet schließlich, welche Projekte die Förderkriterien der Europäischen Union erfüllen und eine finanzielle Unterstützung erhalten können. Noch in diesem Jahr ist die erste Sitzung dieses binationalen Begleitausschusses geplant, wo erste Entscheidungen zu erwarten sind. Im Fördergebiet, das sich entlang der sächsisch – tschechischen Grenze erstreckt, können bis 2013 rund 200 Mio. Euro in grenzübergreifende Projekte investiert werden. Das weit gefasste Spektrum der Förderinhalte des Ziel 3-Programms ermöglicht Vorhaben in den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Grenzregion. Es reicht von der Infrastruktur über die wirtschaftliche Kooperation bis hin zu Kultur, Umwelt und Sicherheit. Im Vergleich zum bisherigen Interreg III A-Programm 2000 – 2006 werden höhere Anforderungen an die Projektpartnerschaft gestellt: Künftig werden nur noch Vorhaben gefördert, in die sich Partner beiderseits der Grenze gemeinsam einbringen. Sie planen, finanzieren oder realisieren ihr Vorhaben kooperativ oder setzen dafür gemeinsame Mitarbeiter ein. Zwei dieser vier Kriterien müssen mindestens erfüllt sein, damit das Projekt gefördert werden kann. Zudem übernimmt ein Kooperationspartner als so genannter Lead Partner Verantwortung für die Umsetzung des gemeinsamen Projektes. Das von der Europäischen Union erklärte Ziel der Förderung besteht darin, eine ausgeglichene wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung im sächsischtschechischen Fördergebiet zu unterstützen und somit den Zusammenhalt in der Region zu stärken. Beide Minister begrüßen es sehr, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern damit eine neue Qualität erreicht hat.